Warten auf den richtigen Wind - 03-07-2025
Published on Juli 4th, 2025 @ 14:46:00 , using 229 words,
Warten auf den richtigen Wind - 03-07-2025
Täglich gehen wir zum W-Lan des Hafenmeisters, um die Wetter-und Windkarten zu sehen.
Um von Roja aus nach Ventspils zu kommen, müssen wir zunächst einen NordNordWest-Kurs laufen,
ca. 20 sm, dann einen WestSüdWest-Kurs durch die Irbenstraße ca. 25 sm und danach einen
SüdŚüdWest-Kurs ebenfalls ca. 20 sm. Das geht eigentlich nur mit einem Ostwind. Insgesamt
zwischen 65 und 75 sm.
Am 03.07. geht aber nach der Prognose der Wind um Mittag herum auf SW und wird zunehmend stärker
bis zu 7 Bf in den Böen. Wir werden aber erst günstigstenfalls gegen Morgen dort sein und dann noch
20 sm laufen müssen, bis wir Ventspils erreicht haben.
Und 20 sm gegen 5 (6) anzumotoren, wo die Wellen über die gesamte Ostsee sich aufbauen können -
nein, das ist mit mir nicht zu machen. Das ist vielleicht in einer Notsituation unumgänglich,
um noch schlimmeren Verhältnissen zu entkommen, aber das in die Planung miteinzubeziehen
halte ich für Blödsinn.
Wären es moderate Windverhältnisse, Wind bis 4 Bf, dann würde ich da mit mir reden lassen,
weil dann müsste man noch einen Tag da gegenan kreuzen, aber in dieser Stärke Quatsch.
So hocken wir hier jeden Tag mehrmals beim Hafenmeister und gucken uns die Augen aus nach
segelbaren Windverhältnissen - denn Volker kann nur bis zum 20-07.
Aber nichts in Sicht: Immer West-Südwest - mit kleinen Unterbrechungen, die aber nicht lang
genug sind für unsere Strecken - und ja auch nur in der Vorstellung der Meteologen existieren.
Es ist zum Haareausraufen.
Miss Sophie - Reparaturen, Reparaturen, Repara....
Published on Juli 1st, 2025 @ 16:16:00 , using 145 words,
Tagebuch 29-06-2025 - Reparaturen Reparaturen Repara...
Der Wind bläst heftig aus unserer Richtung.
Miss Sophie verlangte nach einigen Reparaturen.
Da war zum einen der Grendelriegel des Backkistendeckels, der, nachdem ich vor Jahren neue
Scharniere aus Niro eingebaut hatte, nicht mehr richtig fluchtete mit dem Riegel, der da
reingeschoben wird. Da mussten Unterlegscheiben unter die Befestigungen des Riegels, dass er
höher kam.
Das backbordige Unterwant musste festgesetzt werden und am Bugkorb vorne musste eine neue
leichte ausziehbare kleine niroleiter anmontiert werden, was hier sehr gut zu machen war,
denn der Bugkorb stand ein wenig über dem Steg, so dass man da wunderbar dran arbeiten konnte.
Das Höhersetzen des Grendelriegels war Fummelarbeit aber bald geschafft, den Wantenspanner
durchzusetzen und zu sichern ebenfalls - jetzt gings an die Bugleiter.
Wir haben verschiedene Möglichkeiten ausprobiert bis wir eine für brauchbar hielten.
Er hält jetzt auch große Gewichte aus und ist trotzde recht unscheinbar dort angebracht.
Tagebuch der Miss Sophie - Nachtfahrt von Mersrags nach Roja - 17 sm
Published on Juni 30th, 2025 @ 20:28:00 , using 681 words,
Samstag 28-06-2025 - Mersrags - Roja
Der Samstag meldete sich ohne Regen und wir haben beratschlagt, was bei diesem Wetter,
und vor allem bei diesen Windrichtungsankündigungen zu machen ist.
Eigentlich nicht viel.
Nach Roja könnten wir auch noch aufkreuzen, aber alles andere ist dafür viel zu weit.
Wir beschließen Abschiedsessen mit Duschen bei dem kleinen Restaurant - es gibt Fisch.
Und dort erwischen wir einen aktuellen Wetterbericht auf WindFinder, der besagt, dass um 21:00
der Wind auf südwest gehen soll - moderat, dass aber nur bis ca. 03-00 nachts.
OK sagen wir, diese Chance müssen wir ńutzen.
Also aufgegessen, Schiff klargemacht und los.
Ich war sehr zögerlich dabei, weil Norbert das Schiff überhaupt noch nicht kennt und jetz gleich
eine Nachtfahrt - aber er drängte und ich habe dann ok gesagt. Es ist ja bis 23:00 recht hell noch
hier oben im Norden.
Der Anfang war auch ganz gut nur dann wurde der Wind immer wenige und statt nach Süd zu gehen,
blieb er konstand bei West. Irgendwann hieß es MOtor.
Ich betete alle Götter der Welt an, lasst ihn jetzt einfach mal seine Arbeit machen - und sie
schienen es wohwollend gehört zu haben, denn er schnurrte so mit 1500 Umdrehungen vor sich hin,
als wenn es nichts selbstverständlicheres auf der Welt für ihn gab.
Da kannte andere Zeiten, aber die waren nicht das Verschulden meines VETUS, sondern der Dieselbakterien,
die ich in meinem Tank hatte, ohne zu wissen, dass es so etwas überhaupt gibt.
Irgendwann merkte ich, dass die Kompassrose wegen der Dunkelheit immer schlechter abzulesen war und ich
merkte mit erschrecken, dass ich für die Kompassbeleuchtung kein Kabel hatte.
Also runter in die Kajüte, in der Backkiste für Elektrik und die Plastikdose mit Kabel etc
rausgesucht, ein entsprechendes Kabel genommen, Lüsterklemen auf der einen Seite angeklemmt und auf der
anderen Seite einen zufällig in Kiste gefundenen alten Autostecker gefunden, den ich sehr mühsam ohne
löten zu können, mit dem Kabel versehen habe - das alles bei einem sich ständig bewegenden Schiff, dass auch mich beständig bewegte - aber es funktionierte mit vielm Geduld - und der Kompass leuchtete.
Woww!!!
Volker stand an der Pinne, der wollte jetzt endlich mal wieder segeln, ich lag hinten auf der Plicht
und schickte meine Gebete in sämtlich Himmel der Erde, es wurde immer dunkler, der Wind ǵing sogar
noch auf Norwest, also gegenan und wurde stärker, meine Gebete wurden weniger, denn langsam kam ich
in den Gleichmut des Müdewerdenden: soll es kommen wie es kommen muss, Volker steuerte mit seiner
Gleichmütigkeit, und es wurde immer dunkler.
Jetzt gab es in der Richtuing in der wir steuerten weiße Lichter zu sehen - deutlich Lichter von Industrie und
Häusern und sowas. Das schien Roja zu sein.
Überschlagsweise errechneten wir noch eine Stunde bis zum Ansteuerungspunkt, wo wir dann in die Zufahrt
einbiegen musste.
Rabenschwarze Nacht.
Der Wind wurde auch kräftiger und wir gegenan.
Nochmal meine Bitte an alle Götter, helft meinem VETUS einfach seine Arbeit zu machen -
und er machte seine Arbeit ohne murren leise schnurrend, als wenn es nichts anderes auf der Welt gab.
Auf ein schwarzes Loch zuzusteuern, von dem man keine Ahnung hat, wie es in ihm aussieht, ausser den
Informationen aus der Karte, ist für mich zumindest immer etwas verängstigend.
Ich übernahm das Steuer, und sagte Volker, sobald wir im äußeren geschützten Hafenbereich sind, die Fender
steuerbord und backbord einzuhängen und vorne und hinten eine Leine fertigzumachen, weil ich keine Ahnung
hatte , wie der Innenbereich aussah.
Masten konnte man schon sehen, der Hafen iast hier sehr eng, und im Innenbereich war ein bisschen Helligkeit durch diverse Lampen da.
Wir konnten einen Steg entdecken, der im vorderen Bereich leer war und 10 Minuten später waren wir fest.
Puhh.
Jetzt erstmal Kreislauf runter mit einem Grog, denn es war draussen schon recht kalt gewesen und ohne Handschuhe
hat man da nicht steuern können und auch ich brauchte sie, obwohl ich in der Plicht bloss rumlag.
Eine Stunde später, und da wurde es schon ein ganz klein bisschen "hell", kam die "Dagmar Aaen" rein, ein ca. 30 Meter langer 100 Jahre alter Segler, ehemaliger Fischfänger, denn für den nächsten Tag waren wirklich stürmische Zeiten angekündigt: 6, 7, 8 Beaufort aus West bis Nordwest.
Ich habe herrlich geschlafen.
Bilder kommen noch.
Tagebuch Miss Sophie 27-06-2025 - Volker mein Mitsegler kommt
Published on Juni 30th, 2025 @ 20:15:00 , using 364 words,
Freitag 27-06-2025 Mersrags
ES regnet. Feiner Nieselregen - Landregen.
Volker steigt um 14:30 aus dem Bus und wir beratschlagen erstmal in der Haltestellenbude:
Essen gehen ein-einhalb km durch den Regen oder im Supermarkt gegenüber einkaufen und selbstkochen.
Beschluss: Selbstkochen.
Volker richtet sich in der Vorschiffskojen ein, ich koche derweil.
Leider muss ich mitteilen, dass die Wetterprognosen beschissen sind. Nur Westwind mit deutlichen
nördlichen Tendenzen, und wir müssen zunächst nördlich und dann nordwestlich und mit einem längeren
Schlag.
Alles mit dieser Wetterprognose nicht zu machen.
Es regnet.
OK.
Schiff zeigen: wo ist was, wie macht man die Türen auf (die alle mit innenliegenden Vorreibern
versehen sind, so dass sie bei Seegang sich nicht öffnen können), Gas anmachen und an der Flasche
auschalten, wo wird Gemüse, Brot und Wasser gestaut und und und.
Dann essen wir und Volker geht dann auch bald in die Koje, er hat im Bus nach Riga nicht schlafen
können.
Ich tue mich noch etwas schwer mit dem Einstieg in meine Lotsenkoje, die unter der steuerbordseitigen
Plichtsitzbank ist: ich muss auf die Einstiegstufen treten, dann an einem über mir befindlichen Griff
mich mit meinem linken (also meinem immer noch gehändikapten) Hand so festhalten, dass sie mein Gewicht hält und mit der rechten Hand am Einstiegshaltegriff festhalten, und mich nun mit Schwung in die neben mir befindliche Röhre, die Lotsenkoje schwingen.
Dann mit der linken Hand umgreifen in einen Griff in der Koje und mich langsam nach hinten schieben,
aber so, dass ich nicht auch das unter mir liegende Schaffsfell, auf dem ich schlafe, mitnehme, also
so wie Robben sich vorwärtsbewegen - ich muss dies allerdings auf dem Rücken tun - bis ich ganz in der Röhre verschwunden bin.
Die Röhre ist 40 cm hoch und vorne 60 cm breit und geht dann nach hinten auf 40 cm Breite.
Also alles recht schmal.
Und ich schlafe hier eigentlich nur, wenn ich Gäste habe, die immer die Vorschiffskojen bekommen,
weil sie da ihren eigenen kleinen Bereich haben und wenn es am Anfang sehr kalt ist, denn die Lotsenkoje ist die am besten wärmeisolierte Stelle im ganzen Schiff.
Und dann ist es da auch wirklich sehr gemütlich - finde ich zumindest.
Das sehen viele anders.
Aber so ist das nun mal im Leben und das ist auch gut so.
Bilder kommen noch.
Ein Tauchgang in den Bauch von Miss Sophie
Published on Juni 5th, 2025 @ 05:30:00 , using 867 words,
Ein Tauchgang ins Leinenshap - in den Bauch von Miss Sophie
Am Montag war mein großer Tag.
An der Backbordseite ist die große backskiste, in der alles Leinen- und Tauwerk, Schoten, Fallen und so weiter gestaut wird.
Rechts davon ist die tiefe Kiste für die Gasflasche, eine 10 kg-Flasche, die einiges an Gewicht hat und 80 cm tief ist.
Unter der Kiste, die nicht ganz bis zum Boden des Schiffes geht und vollkommen geschlossen ist, weil im Falle einer Lekage der Gasflasche oder des Gasventils von hier aus kein Gas in den Schiffskörper austreten darf, ist noch Stauraum für Leinen, die nicht immer gebraucht werden und schwer zugänglich sind.
Da wollte ich ran, um zu schauen, was sich da alles in den Jahren angesammelt hat.
Nur da ranzukommen ist das Problem.
Der obere Bereich der backskiste ist 24 cm breit. Darunter wird sie nach 10 cm breiter, aber da oben muss ich durch.
Unter dem Bord ganz oben ist die Kiste 56 cm - aber durch die 24 cm breite Öffnung oben muss ich mit meinem Körper durch.
Die Frage war: krieg ich da hin?
Und wenn, wie?
Also erstmal ein paar Tage gehungert (;-), und dann der erste Versuch.
Die Kiste leergeräumt, tief Luft geholt und in die Kiste eingestiegen.
Das geht nur, wenn ich den Bauch einziehe und mich so dünn wie möglich zu machen, nämlich 24 cm und dann langsam in die Kie gehen.
OK, das klappte nach mehreren Versuchen.
Ich war unten auf den Knien.
jetzt musste ich mich so klein wie möglich machen, also so, als würde ich in einem moslimischen Gebetshaus zu Allah beten und mich dann ganz vorsichtig mit dem Oberkörper nach vorne bewegen.
Die ganze Zeit ging mir durch den Kopf: komme ich hier auch wieder raus?
Und wenn nicht, was mache ich dann?
Schreien?
Hhmmm.
Wenig erfolgsversprechend, denn erstens ist das hier sehr abgelegen, hier kommen am Tag vielleicht 2 Menschen vorbei, meist Angler, und dann ist das das Gelände der Werft mit einem Zaun und einem Tor verschlossen. Das Tor ist zwar offen, aber dafür muss man das Tor öffnen.
Also eher unwahrscheinlich, dass das jemand macht, ohne zu wissen, ob die Hilferufe denn auch wirklich von dem Werftgelände kommen.
Und es ist fraglich, wie laut ich eigentlich zu hören sein werde, wenn ich aus einem solchen Sarg schreie - ich glaube, ich werde nicht weiter als 10 Meter gehört werden können.
Aber jetzt waren diese Gedanken ja völlig blödsinnig, denn jetzt war ich ja drin und wollte auch noch garnicht raus sondern noch tiefer rein.
Also habe ich mich in Gebetshaltung langsam nach vorne geschoben, um unter dieses Gasflaschenshap zu kommen. Nicht ich selbst, das wäre selbst einem Schlangenmenschen nicht gelungen, aber ich musste irgendwie mit meiner rechte Hand, meine linke ist dazu nicht in der Lage wegen Lähmung, die wäre aber die richtige gewesen, wegen dem rechten Winkel, den ich mit der Rechten Hand nicht machen kann - den ich aber machen muss um nach rechts unter das shap fühlen zu können.
ich musste ich mich in dieser Gebethaltung nach links drehen, d.h. meine Beine müssen sich nach hinten rechts bewegen, damit ich links mit meinem Oberkörper tiefer runter komme, soweit, das mein rechter Arm frei wird und ich in diese Höhlung fassen zu kann.
Und da habe ich dann einiges an völlig wertlosem Kram rausholen können - 3 größere Auftriebskorken für Fischernetze, Reste von Leinen und Tauen und ein kleiner Kunststoffkanister.
Jedesmal musste ich mich mit meinem ganzen Oberkörper ein Stück weit zurückkrümmen, um die Sachen aus der Höhlung zu bekommen.
Dann kurze Pause, Atem schöpfen und wieder eintauchen.
So.
Jetzt ging es darum wieder auftauchen.
Mehrmals versucht, wieder in die Anfangsposition zu kommen, also Gebetshaltung demütig nach vorn - aber es gelang mir nicht, meine Beine wieder in die dafür notwendige Lage zu bringen, weil mein linkes Bein ebenfalls noch leicht gelähmt ist und bestimmte Bewegungen einfach nicht macht - es muss von meiner Hand dazu gebracht werden.
Also doch schreien?
Nein, noch nicht.
Ganz ruhig. Tief einatmen, langsam ausatmen.
Bis der Körper wieder in die normale Atmung kommt.
Dann den zweiten Versuch.
Der endete schmerzhaft, aber so, dass es mir fast gelungen wäre, die Beine wieder in die Gebetshaltung zu kriegen.
Also wieder ganz ruhig tief einatmen - ganz langsam ausatmen - und das so lange, bis mein Kreislauf wieder normal ist.
Dritter Versuch.
Wieder in der schmerzhaften Weise, aber diesmal die Zähne zusammen gebissen, weiter geschoben, noch einen Zentimeter, noch einen und noch einen und dann noch einen und jetzt hatte ich das Gefühl, wenn ich jetzt durch halte, schaffe ich es.
Also ganz ruhig, mich noch einen Zentimeter kleiner gemacht, den Schmerz weg gebissen - und ich war frei!!!!!!!!!!
Puuuuhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!
Einen kurzen lauten Schrei konnte ich mir aber nicht verkneifen - es war ein Freudensschrei.
Da ihn aber keiner hören konnte - ausser mir - und um mich gings ja - war das völlig ok.
So. Pause. Tee trinken.
ich habe dann die dort zu verstauenden Leinen zu jeweils drei Stück zusammengebunden und mit einer langen Leine versehen, die ich oben festgebänselt habe.
An den Leinen kann ich die Leinenbündel herausholen, so dann ich diesen Gebets-Tauchgang nicht noch einmal machen muss.
Und ich hatte am nächsten Tag auch keine Rücken- oder Gliederprobleme - ich glaube dass mein jahrelanges tägliches Training in der Reha-Fitnisbude sich hier bewährt hat.
Langsam schleicht sich hier der Sommer ins Land.
Published on Mai 29th, 2025 @ 19:40:00 , using 266 words,
2025-05-29 Mersrags auf Land
Langsam schleicht sich hier der Sommer ins Land.
Die Tage sind warm, wenn es Ostwind gibt, dann kommt der warme Wind von den warmen Landgebieten des russischen Riesenreiches, wo es keine Küsten gibt und sich hier das Kontinentalklima langsam bildet, wenn es wärmer wird.
Aber es ist keine stabile Lage. Immer wieder geht der Wind auf Nord, oft auch auf West, und dann wird es nass.
Ich habe jetzt die ganze Windsteuerung, die Holland WindVane auseinander genommen, soweit mir das mit meinen technischen Mitteln und meinem technischen Verständnis möglich ist, um herauszubekommen, warum sie Backbordkurse nicht mehr steuert.
Ich finde keinen Fehler.
ZUm Verständnis: die Windfahnensteuerung, die ja am Heck in einer sehr exponierten Stelllung angebracht ist, war mir im letzten Jahr bei einem Sturm an die Kaimauer geraten und irgendetwas hat sich verbogen oder ist gebrochen oder was weiß ich - und jetzt wollte ich den Fehler finden, weil bei den langen Strecken nach germany wäre es ganz schön, sie als zweite Hand an Bord zu wissen.
Ich habe noch das Wochenende Zeit , der Sache auf den Grund zu gehen - mal schauen.
Ansonsten sind die Tage gefüllt.
Ich habe die Kabel von den drei Solarpanelen mit den auch im übrigen Schiff verwendeten Mahagoni.Leisten verkleidet - sieht gut aus.
Ich misste mal wieder aus. Das Büchershap habe ich schon gereinigt, Die Werkzeugkiste, die Elektrikkiste und der Stauraum unter der Lotsenkoje sind auch schon sauber. Jetzt geht es noch um die Segellast am Heck und die Backbord-Backskiste, in der alle Leinen, Taue und der gleichen verstaut sind.
Und dann muss ich schleunigst ins Wasser.
Demnächst kommen auch Bilder
Ja, so geht das im Leben.
Published on Mai 21st, 2025 @ 16:21:00 , using 452 words,
Seiten: 1· 2
Es regnet seit Tagen - Mersrags Lettland
Published on Mai 18th, 2025 @ 15:59:00 , using 240 words,
2025-05-18
Mersrags
es regnen seit Tagen.
Dabei sind die Temperaturen etwas höher gegangen, aber immer noch kalt und vor allem nass.
Ich muaate jetzt endlich die Zuleitungen für die zwei neuen Sonnenkollektoren neu verlegen, die an der Reling angebracht angebracht werden und einen relativ guten Zugang zur Sonne haben, auch beim segeln.
Das war eine sehr aufwendige Arbeit, weil die Leitungen in Bereichen verlegt werden mussten, die für mich
unglaublich schwer zugänglich sind: in der backbordseitigen Backskiste ganz oben, wo man eigentlich nur arbeiten kann, wenn man in die Kiste selbst reinsteigt, um dann über dem Kopf aber mit relativ freien Händen arbeiten zu können. Ich komme aber nicht mehr in die backskiste (Lähmung durch Schlaganfall 2015) - also musste die Arbeit von oben mit äusserst verrenkten Stellungen von Oberkörper und Armen gemahct werden.
aber das ist nun endlich fertig.
Für meine Rücktour nach Deutschland entlang der lettischen, litauischen und polnischen Küste mit 13 Häfen hatte mir ein lettischer Segler zugesagt, mitzusegeln, weil die Distanzen an der lettischen und litauischen kKüste doch sehr lang sind - so zwischen 40 und 70 sm - und ich mir mit meinen fast 80 Jahren nicht mehr zutrauen möchte, 8-14 Stunden an der Pinne zu sitzen.
Und der hat jetzt zwei Wochen vor Start abgesagt und zwar nicht mir, sondern auf Nachfrage einer lettischen Freundin dies mitgeteilt - ,oder wir haben uns missverstanden, denn sein Englisch ist dürftig und meines auch und da kann es schon zu Missverständnissen kommen.
Tja und jetzt such ich nach Ersatz.
wieder in Lettland
Published on Mai 8th, 2025 @ 14:20:00 , using 230 words,
ich bin wieder in Lettland.
wie immer fahre ich am 1. Mai mit ecolines und diesmal hat mich Evija am Busbahnhof Riga abgeholt und ist mit mir nach Mersrags gefahren, weil sie da sowieso hinfahren musste.
schnell noch in einem Supermarkt eingekauft, dort gut und sehr preisgünstig gegessen (Schweinegoulasch mit Bratkartoffel und einem Salat und einem leckeren Nachtisch für 2 Personen 24,00 EUR).
um 21:00 Uhr waren wir in Mersrags.
Auf dem Werftgelände hat der Sturm die Materrialhalle zerstört und auch meine Plane über dem Schiff war nicht mehr da.
Mein Schiff steht natürlich noch an Land und ich fand auf dem Werftgelände keine Leiter, um auf mein Schiff zu kommen.
und es war kalt. Und es wurde natürlich immer kälter.
Am nächsten Tag habe ich im internet die Temperaturen gelesen: nachts 0 -1 Grad und am Tag 5-6 Grad.
Endlich fand ich eine Leiter, schnell rauf, Kajüte zu und den Heizlüfter angeworfen.
So eine kleine Kajüte ist selbst unter diesen Bedingungen relativ schnell warm - aber am nächsten Morgen ist die Kälte wieder da.
Aber das Wetter ist gut, Sonne, blauer Himmel - manchmal ein paar Wolken, kann auch manchmal länger sein und ein bisschen regnen.
Die ersten Tage war ein schneidender Wind aus Nord, der die unbehandschuhten Finger innerhalb von Minuten erstarren lässt.
Aber in der Sonne und im Windschatten ist es schon angenehm.
Egal - ich bin erst mal wieder auf meinem Schiff und das ist gut so.
Abschluss der Segelsaison - zurück nach Mersrags und nach Bremen
Published on September 22nd, 2024 @ 11:32:00 , using 331 words,
Am 16. Sept mit Andres von Engure nach Mersrags gesegelt
Andres aus dem Verein und Beitzer einer großen Bavaria kam am samstag auf mich zu und sagte, er hätte gehört das mein Motor Schwierigkeiten macht und er und der Hafenmeister meinten, es wäre nicht gut in meinem Alter und mit diesen Motorschwierigkeiten diesen Törn allein zu machen - er habe am Montag Zeit und der Wind soll aus S kommen - er böte an mitzukommen.
Auslaufen so gegen 12:00 UHr.
Ich war natürlich hoch erfreut - zumal er ein Mann war, der hier gut vernetzt ist - wenn es Schwierigkeiten geben würde, wäre das ein ungeheurer Vorteil.
Also habe ich begeistert JA gesagt.
mittags um 12 uhr sind wir los
Als ich den Motor anwarf lief er im Leerlauf prima.
Als ich eingekuppelte hat er bei 1000 Umdrehungen nur zwei bis zweieinhalb Knoten gemacht - das ist zu wenig - da stimmt was nicht.
Und wenn ich kurzfristig kräftig Gas gab gab es keine richtige Reaktion
Und bei 1700 bis 1800 umdrehung hätte er fünf knoten laufen müssen er lief aber nur drei knapp bis 3,5.
Entweder stimmt die Übersetzung vom Motor auf die Welle nicht (aber das würde Getriebeschaden bedeuten und da würde nichs mehr gehen) der es ist irgendwas in der Schraube - ein Tampen oder so was.
Ich habe bei dem wind sofort den Blister gesetzt und der stand wunderbar und hat uns bei einem herrlichen Wind die nächsten drei Stunden mit ungefähr zwei bis drei manchmal auch 3.5 knoten nach Norden gebracht.
Das wetter war grandios - blauer Himmel kein einziges Wölkchen zu sehen die Sonne knallte es war warm und wir hatten einen angenehmen Wind von schräg achterlich.
So um 15:30 wurde der Wind dann doch schwächer und wir haben entschieden mit Motor zu laufen.
Wir haben verschiedene Umdrehungszahlen ausprobiert und sind letztlich bei ungefähr 1100 gelandet, da lief er zweieinhalb bis knapp drei Knoten - eigentlich zu wenig, aber für unseren Törn langte es.
Es war wirklich Ententeich segeln - aber schön und ein guter Abschluss der Saison.
Ein paar Tage später war ich schon wieder in Bremen.










